Wissen Sie eigentlich, ...

          ... dass es ohne Salz kein PVC gäbe?

 

Salz wird gegessen, das weiß jedes Kind. Salz wird auf die Straßen gestreut, das weiß mindestens jeder Autofahrer. Doch wer weiß schon, dass Salz auch in unseren Fensterrahmen steckt?

Zumindest indirekt. Denn der größte Teil vom Salz, das Chlor, ist entscheidender Bestandteil von Polyvinylchlorid, kurz PVC. Und PVC ist ein echter Tausendsassa, es macht einen Großteil der weltweiten Kunststoffproduktion aus.

Das Gute am PVC: Es ist sehr stabil und gegen Säuren, Öl oder Seewasser resistent. Das macht es beispielsweise als Werkstoff für den Bau von Sportbooten interessant.

Die meisten Beispiele für PVC-Anwendungen findet man aber schon daheim. Moderne Fensterrahmen, Türen, Kabelrohre, Bodenbeläge oder Rolläden: Alles ist heute aus PVC zu haben. Computergehäuse und Tastaturen sind ebenfalls aus dem Wunderstoff, der vor hundert Jahren mehr zufällig entdeckt wurde, weil man eine stapelbare Lagermöglichkeit für nicht genutztes Chlor suchte, das bei der Herstellung von Natronlauge anfällt.

PVC-Produktion ist heute weltweit zu finden, ebenso wie die dazu notwendige Elektrolyse, also das elektrisch gesteuerte Trennen von in Wasser gelöstem Salz in seine Bestandteile Chlor und Natrium. Wichtige Elektrolysenbetreiber in Europa sind so bekannte und große Chemiefirmen wie BASF, Bayer, Solvay und Ineos.

esco verkauft etwa ein Drittel ihrer Festsalzproduktion an Elektrolysenbetreiber, oft in Form von sogenanntem Feuchtsalz, also Salz mit maximal 3 Prozent Wasseranteil. Den größten Teil steuert hierzu die niederländische esco-Tochter Frisia Zout bei.